Gemeinde Frickingen

Jahresberichte

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2009
2008
2007
2006
2005
 
 

Jahresbericht 2016 / 2017

 
 

Jahresbericht 2015 / 2016

 
 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gekommen und ich wünsche Ihnen, dass die Erwartungen, die Sie mit 2016 verbinden, in Erfüllung gehen mögen.

Der Jahreswechsel ist immer ein gefühlter Einschnitt und damit für viele auch Anlass, Bilanz zu ziehen. Das gilt nicht nur für uns im privaten Bereich, sondern auch für uns als Gemeinschaft im sozialen Miteinander und der Gesamtverantwortung für unsere Gemeinde Frickingen. Im vorliegenden Jahresbericht 2015 haben wir Ihnen noch einmal in Text und Bild wichtige Projekte, Ereignisse und Veranstaltungen in unserer Gemeinde zusammengefasst.

Es sind turbulente Zeiten, in denen wir in schwierigen politischen Auseinandersetzungen stehen, in der Flüchtlingsfrage, der Einheit Europas, dem Frieden in der Welt.

Mit großer Sorge schauen wir auf die vielen Kriegsgebiete: Nach fast sieben Jahrzehnten Frieden an die Ostgrenze Europas, nach Afrika, in die arabische Welt, vor allem nach Syrien und Nordirak, in denen aus unterschiedlichster Motivation heraus Mitmenschen brutal gefoltert, misshandelt oder getötet werden.

Das dortige Machtvakuum nutzt die Terrororganisation Islamischer Staat, deren Milizen mit gnadenloser Grausamkeit weltweit Tod, Angst und Schrecken verbreiten.

Die Welt scheint in der Tat aus den Fugen geraten zu sein, vor allem aber hängen die einzelnen Konflikte alle miteinander zusammen.

Gesellschaftspolitisch ist derzeit die große Herausforderung vor allem die Geschwindigkeit, sowohl in der Frage der Aufnahme, der würdigen Unterbringung und der Integration der Asylbewerber und Flüchtlinge.Deshalb ist es wichtig, die Hilfesuchenden schnell mit den Grundwerten unserer Gesellschaft vertraut zu machen. Und das heißt dann auch, klare Zeichen zu setzen an all diejenigen, die nicht gewillt sind, unsere Rechtsordnung einzuhalten. Suchen wir offen das Gespräch mit den Hilfesuchenden, damit wir gegenseitig die Kulturen kennenlernen. Bieten wir den Flüchtlingen unsere Hilfe an.

Im gegenseitigen Respekt, im gemeinsamen Miteinander – wird die Integration gelingen.

Bei allen notwendigen Diskussionen und Fragestellungen sollten wir deshalb durchaus optimistisch den Blick nach vorne richten und zuversichtlich die anstehenden Aufgaben angehen. Wir haben eine sehr gute Ausgangsbasis.

Dafür bedanke ich mich vor allem beim Gemeinderat und den Mitgliedern des Ortschaftsrates, die die richtungsweisenden Beschlüsse fassen und auch die Leitlinien für eine erfolgreiche Bewältigung der anstehen-den Herausforderungen mittragen.

Für eine lebendige, lebenswerte und gut funktionierende Gemeinde brauchen wir jedoch Sie, unser ehren-amtliches Netzwerk, sei es in den Vereinen, Kirchengemeinden, unserer KjG, der Generation 60+, den Bildungseinrichtungen, in der Freiwilligen Feuerwehr, im DRK, in unseren Museumsgruppen, im Kultur- und Tourismusbereich oder in allen anderen bekannten Organisationen.

Dazu zählen auch alle Unternehmer in der Gemeinde unter Mitwirkung des Wirtschaftsrates, die Infrastruk-tur schaffen und Arbeitsplätze bieten - mein Dank geht auch an die Landwirte, für die Pflege und den Erhalt unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft.

Nicht vergessen möchte ich aber auch die gewissenhafte und zuverlässige Arbeit von allen unseren Mitar-beiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, im Bauhof, im Familientreff, den Kindergärten und in der Grundschule.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Ihnen allen gebührt mein Respekt, mein Dank und meine Anerkennung für Ihr vielfältiges Engagement, verbunden mit der Bitte, auch weiterhin an einer erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde so tatkräftig und aktiv mitzuarbeiten.

Herzlichst

Ihr

Jürgen Stukle, Bürgermeister

 
 

Jahresbericht 2014 / 2015

 
 
 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach dem Spiel ist vor dem Spiel – so lautet eine alte Fußballweisheit. Erzbischof Stephan Burger hat dazu passend angemerkt: Ende des Jahres, ist Anfang des Jahres.

Und so werden wir manche persönlichen Herausforderungen sowie gesellschaftliche, politische, wirt-schaftliche Fragestellungen auch mit ins neue Jahr nehmen.

Im vorliegenden Jahresbericht 2014 haben wir Ihnen noch einmal in Text und Bild wichtige Projekte, Ereignisse und Veranstaltungen in unserer Gemeinde zusammengefasst.

In kommunalpolitischer Hinsicht standen dabei 2014 für Frickingen Veränderungen an – denn es war bekanntlich ein Jahr der Wahlen – neben Europa- und Kreistagswahl, vor allem die Wahl von Bürgermeister und Gemeinderat.

Am 16. März 2014 haben Sie mir die Verantwortung übertragen, als neuer Bürgermeister unsere Ge-meinde in eine gesicherte Zukunft zu führen. Herzlichen Dank! Die beeindruckende Wahlbeteiligung, das insgesamt sehr schöne Ergebnis geben mir dazu den notwendigen Rückenwind, um diesen Vertrauens-vorschuss nun in der täglichen Arbeit zu rechtfertigen.

Ich fühle mich im neuen Amt angekommen – ich spüre eine breite Akzeptanz in der Bürgerschaft, in den Vereinen, dem ehrenamtlichen Netzwerk, bei den Nachbargemeinden sowie bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ich meine, wir können zuversichtlich die anstehenden Aufgaben angehen. Wir haben eine sehr gute Ausgangsbasis.
Dafür bedanke ich mich vor allem beim Gemeinderat und den Mitgliedern des Ortschaftsrates, die die richtungsweisenden Beschlüsse fassen und auch die Leitlinien für eine erfolgreiche Bewältigung der an-stehenden Herausforderungen mittragen.

Für eine lebendige, lebenswerte und gut funktionierende Gemeinde brauchen wir jedoch Sie, unser ehrenamtliches Netzwerk, sei es in den Vereinen, Kirchengemeinden, unserer KjG, der Generation 60+, den Bildungseinrichtungen, in der Freiwilligen Feuerwehr, im DRK, in unseren Museumsgruppen, im Kultur- und Tourismusbereich oder in allen anderen bekannten Organisationen.

Dazu zählen auch alle Unternehmer in der Gemeinde unter Mitwirkung des Wirtschaftsrates, die Infra-struktur schaffen und Arbeitsplätze bieten - mein Dank geht auch an die Landwirte, für die Pflege und den Erhalt unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft.

Nicht vergessen möchte ich aber auch die gewissenhafte und zuverlässige Arbeit von allen unseren Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, im Bauhof, im Familientreff, den Kindergärten und in der Grundschule.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Ihnen allen gebührt mein Respekt, mein Dank und meine Anerkennung für Ihr vielfältiges Engagement, verbunden mit der Bitte, auch weiterhin an einer erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde so tatkräftig und aktiv mitzuarbeiten.

Denn
„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“
(Willi Brandt).


Herzlichst

Ihr

Jürgen Stukle, Bürgermeister

Jahresbericht 2013 / 2014

Liebe Mitbürgerinnen, lieber Mitbürger, liebe Gäste,


wir schreiben das Jahr 2014 und wir fragen uns - was wird das neue Jahr uns bringen und - wie setzen wir unsere Vorsätze bloß um? Bei den guten Vorsätzen empfehle ich uns das kluge Rezept von Katharina Elisabeth Goethe - der Mutter des berühmten Sohnes Johann Wolfgang von Goethe - im neuen Jahr anzu-wenden:


„Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz und Pedanterie. Anschließend zerlege die Monte in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für das ganze Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln ange-richtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird das Ganze mit sehr viel Liebe über-gossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täg-lich mit Heiterkeit.“


Ich hoffe, ich habe mit dem Rezept uns allen einen guten Menü-Vorschlag für das neue Jahr vorgetragen.
Welche Strömungen prägen unsere Gesellschaft im Jahr 2014? Dieser Frage geht der Münchner Trendfor-scher Peter Wippermann zu Beginn des neuen Jahres mit dem Titel „Zurück nach vorn“ nach. Sein Trend-büro berät Wirtschaftsunternehmen genauso wie Vertreter kultureller Einrichtungen. Dabei ist der Trend für die „schönen Künste“ unübersehbar, weil der Alltag vielen Menschen psychisch und physisch immer mehr abverlangt, deshalb muss ein Ausgleich stattfinden. Neben den klassischen kulturellen Angeboten werden die Institutionen Theater, Konzerte und Opern zur Hochkultur – so Wippermann.
Die niederländische Trendforscherin Lidewij Edelkoort sieht den Trend zur Besinnung auf Traditionelles. Doch gemeint ist damit keine öde Rückwärtsgewandtheit – Edelkoort sprich vielmehr davon, dass Vergan-genheit und Zukunft verbunden werden. Sie fasst diesen Trend als „Regionalisierung“ zusammen: eine Rückkehr zu den Wurzeln mit einem Blick nach vorne statt zurück. Der alte Traum „zurück zur Natur“ und einem authentischen Leben, das sich seiner Ursprünge besinnt, ist nicht mehr zu übersehen. Dazu gehören insbesondere die Werte Natur und Nachhaltigkeit, verbunden mit dem Wunsch nach Ländlichem – mit fri-schem Gemüse, Obst, Honig Fleisch und Käse vom Hof.


Weltoffen und doch heimatverbunden zu sein, diesen Spagat im Sinne von Aufmüpfigkeit und Frech-Kreati-vem bewältigen Musikbands wie beispielsweise die in Bayern bekannte Band die ‚Kuba-Boarischen‘. Neben diesem ‚Streben nach Glück‘ sehen die Trendforscher das zweite große Thema in der ‚Polarisierung der Gesellschaft‘ mit Debatten zum Thema ‚Arbeit weltweit‘ mit all deren Ungerechtigkeiten.
Nach dem letzten Megatrend ‚Wellness‘ sieht die Trendforscherin Edelkoort - die namhafte Firmen wie Siemens, Coca-Cola und L´Oreal berät - den neuen Megatrend in ‚Bliss‘, was zu Deutsch ‚Glückseligkeit‘ bedeutet.


In der Tat, sehen wir Deutsche dem Jahr 2014 nach Einschätzung der Trendforscher mit viel Optimismus entgegen. Die Stimmung ist gut trotz weltweiter Unsicherheiten. Die ‚vier-Wohlstands-F‘ - Familie, Freunde, Freiheit und Frieden - geben uns das Gefühl, dass wir in einer guten Zeit leben.


Damit komme ich zu meinem Neujahrswunsch:
Mit den Gedanken der Trendforscher wünsche ich uns allen im vor uns liegenden Jahr 2014, dass wir den neuen Megatrend der ‚Glückseligkeit‘ vielfach erfahren dürfen.
Ich wünsche uns von Herzen alles Gute, vor allem gute Gesundheit, und falls nötig eine baldige Besserung.

Jahresbericht 2012 / 2013

Liebe Mitbürgerinnen, lieber Mitbürger, liebe Gäste,

wir schreiben das Jahr 2013 – und wir fragen uns, wo ist bloß die ‚ZEIT‘ geblieben?
Ich denke, wir alle erfahren es in unserem Alltag - unser Verhältnis zur ‚ZEIT‘ ist widersprüchlich: vieles geht heute deutlich schneller als dies früher der Fall war; z. B. das Reisen mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug. Dafür verbringen wir zunehmend mehr Stunden am Arbeitsplatz bei der Erledigung von Aufgaben oder vor Computerbildschirmen – z. B. beim Lesen und Beantworten von E-Mails oder beim Surfen im Internet. Bei so viel Beschleunigung ist es nur gut, dass wir unsere freie Zeit sinnvoll nutzen, uns erholen und unseren Akku wieder neu aufladen. Im Ergebnis bleibt festzuhalten: unser Umgang mit ‚ZEIT‘ und ‚GESCHWINDIGKEIT‘ wandelt sich ständig‘ - nur eines bleibt: der Tag hat immer gleich 24 Stunden!

„Krisen werden 2013 zum Alltag gehören“ - so auch der Zukunftsforscher Horst Opaschowski. Dennoch rät uns Opaschowski: „Gehen wir mit Optimismus ins neue Jahr“! Dabei stellt er vier zentrale Leitsätze zum neuen Jahr in den Vordergrund.

  1. Wir sollten Reserven für schlechte Zeiten bilden und Sicherheiten für Unvorhergesehenes einplanen.
  2. Wir sollten alle daran arbeiten, die Zukunft menschlicher zu gestalten und den Wohlstand zum Wohlergehen mit mehr Zufriedenheit machen.
  3. Die Arbeitswelt müsse sich wandeln, wenn die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern nicht größerwerden soll. Lebensqualität dürfe nicht mit Lebensstandard
    verwechselt werden.
  4. Als weiteren Zukunftstrend erwartet Opaschowski, dass bis 2030 jeder dritte Spitzenjob mit einer Frau besetzt sein werde. Angesichts der alternden Bevölkerung würde die Wirtschaft zudem verstärkt auf die Generation der über 50jährigen zurückgreifen – die „Silver-Worker“ werden künftig als wertvolle Wissensträger unverzichtbar sein.

Mit den Gedanken von Opaschowski wünsche ich uns allen im vor uns liegenden Jahr 2013, dass wir Sicherheiten für Unvorhergesehenes einplanen, die Zukunft gemeinsam menschlich gestalten und unsere Lebensqualität steigern können - vor allem aber wünsche ich uns von Herzen gute Gesundheit, Lebensfreude, Erfolg und schöne Begegnungen.

Jahresbericht 2011 / 2012

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Gäste,


wir schreiben das Jahr 2012 – wir alle fragen uns, was wird das neue Jahr uns bringen?
2012 ist ein Schaltjahr. Wir haben daher einen zusätzlichen Tag für unsere Lebensplanung - den 29. Februar. Warum gibt es Schaltjahre? Bereits Julius Cäsar hat 45 v. Chr. festgestellt, dass das Jahr genau genommen 365,25 Tage lang ist. Mit dem Schaltjahr wird also unser Kalender mit dem Sonnenkalender gleichgeschaltet, damit nicht irgendwann der Frühling im Dezember beginnt.

Seit Jahrzehnten fiebern Mystiker dem 21. Dezember 2012 entgegen. Sie interpretieren den Umstand, dass der astronomische Kalender der Maya nach über 5.200 Jahren mit diesem Datum endet, als klares Zeichen für den bevorstehenden Weltuntergang - die Maya waren ein indianisches Urvolk in Mittelamerika mit einer mächtigen Hochkultur. Wenn dies stimmte, wäre dies das letzte Bürgerneujahrstreffen in Frickingen. Wir stimmen vermutlich eher denen zu, die keinen Weltuntergang im Dezember 2012 vorhersehen und wir mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft blicken können.

Das sieht auch der Zukunftsforscher Horst Opaschowski so. Opaschowski blickt seit Jahrzehnten mit Optimismus und Zuversicht nach vorn. Dem neuen Jahr 2012 sehen 68 % der Deutschen gelassen entgegen – so seine Aussage, die er durch eine repräsentative Umfrage begründet. Das Vertrauen in den Erhalt der eigenen Lebensqualität ist nach seinen Befragungen groß. Die Dauerpräsenz weltweiter Finanz- und Umweltkrisen habe viele Menschen resistent gemacht. Persönlich richten sich die Deutschen nach Aussage des Zukunftsforschers auf ein ‚gutes Leben‘ im neuen Jahr ein. Sie vertrauen dem Umfeld aus Familie, Nachbarschaft und Freunden. Hingegen wächst das Misstrauen gegenüber Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. 51 % der Baden-Württemberger sprechen sich zudem für mehr Bürgerbeteiligung aus.


In Summe heißt das für mich: Gehen wir also gelassener und leichtfüßiger das neue Jahr an, trotz schwieriger Umstände und Ausgangslagen.
Die Glücksforscherin Gretchen Rubin rät uns, das Glück zu suchen, z. B. Sachen weg werfen, Sport machen, genügend schlafen, morgens singen. Nach Rubin gibt es in der Biochemie des menschlichen Gehirns 3 Arten von Glück:

  1. Das Glück des Wollens - wenn wir nach etwas streben, stellt Dopamin die Belohnung in Aussicht, Endorphine lösen dabei Euphorie aus.
  2. Das Glück des Vermeidens - wenn wir Bedrohungen entgehen, führt das Sinken der Kortisol- und Adrenalin-Spiegel zu Entspannung.
  3. Das Glück des Seins - wenn wir haben, was wir brauchen, sorgt körpereigenes Morphium für Zufriedenheit; Serotonin für Beruhigung und Oxytocin für ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen.

Mit den Gedanken der Glücksforscherin Rubin wünsche ich uns allen im neuen Jahr 2012, dass wir alle Arten des Glücks erleben dürfen und
von Herzen gute Gesundheit, Lebensfreude und Erfolg.

Jahresbericht 2010 / 2011

Liebe Mitbürgerinnen, lieber Mitbürger, liebe Gäste,

Wir sind nach den Feiertagen zum Jahreswechsel mittlerweile im neuen Jahr 2011 angekommen. Janus, der uns bekannte zweigesichtige römische Gott, der dem ersten Monat des Jahres seinen Namen gibt, kann rückwärts und voraus blicken. Daraus abgeleitet, können wir zum bevorstehenden neuen Jahr die Lösung ableiten: Wir sollten im Rückblick vorausschauen und voraus denken!

Alle wünschen sich ein glückliches Leben. Aber was ist „Glück“? Ist Glück – Reichtum, Liebe, Zufriedenheit, Sehnsucht, Macht oder Seelenruhe? Lässt sich Glück erlernen?

Früher bedeutete ‚Glück‘ für uns Deutsche neben Pflichterfüllung vor allem, die gestellten Aufgaben in Gesellschaft und Familie zur Zufriedenheit für andere erfüllt zu haben. Heute hingegen sieht es eher so aus, dass wir das verpasste Glück möglichst bald finden wollen - nach dem Motto: „Werde glücklich aber schnell!“ – so schreibt Wilhelm Schmid in seinem Büchlein über das Glück.

Wir buchen Kurse, fasten, treiben Sport, reisen, kaufen Möbel, suchen neue Lebensgefährten, in der Hoffnung, dass sich nun das größere Glück einstellt. Viele Menschen seien süchtig nach Glück und würden so unglücklich. Er empfiehlt all denen „eine kleine Atempause inmitten der Glückshysterie“.

Dabei unterscheidet Schmid zwischen ‚Zufallsglück‘, das kommt oder auch nicht, wie z. B. ein Sechser im Lotto und dem ‚Wohlfühlglück‘, das darin besteht, die Lust zu mehren und den Schmerz zu mindern.

Es ist das Glück der Endorphine, die das Hirn ausschüttet, ob beim guten Essen, beim Marathon oder anderen schönen Erlebnissen. Dabei hat Schmid nichts gegen schöne Erlebnisse. Er hat vielmehr etwas dagegen, dass fehlendes Glück als Krankheit angesehen und mit Medikamenten behandelt wird. Dass alles Dunkle verdrängt wird, bis die Depression da ist, weil es vor lauter Höhepunkten keine Tiefen mehr geben darf. Glück und Trauer müssten sich im Leben abwechseln, das mache heiter und gelassen.

„Glück“ ist letztlich auf den Augenblick bezogen und zerbrechlich. Wer versucht es zu erzwingen, dem sei die Aussage vom römischen Dichter und Staatsmann Seneca mit auf den Weg gegeben: „Ja, renn nur nach dem Glück - doch renne nicht zu sehr, denn alle rennen nach dem Glück – das Glück rennt hinterher.“

Wichtiger als Glück sei ‚Sinn‘ zu haben. Sinn bedeute die Welt jenseits von Selbstbeschäftigung zu sehen, in der Gemeinschaft, im Transzendenten. Wer beim Wohlfühlglück stehen bleibe, könne keine Kinder erziehen, alte Menschen pflegen oder etwas Neues erfinden - Sinnsucher dagegen schon. Schärfen wir daher unser Bewusstsein, beschäftigen wir uns mit dem Sinn des Lebens und genießen wir die glücklichen Augenblicke im Sinne von Johann Wilms in seinem Spruch zum Neuen Jahr:

„Ob ein Jahr neu wird,
liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns,
ob wir es neu machen,
neu anfangen zu denken,
neu anfangen zu sprechen,
neu anfangen zu leben.“

Jahresbericht 2009 / 2010

Liebe Mitbürgerinnen, lieber Mitbürger, liebe Gäste,

der Jahreswechsel ist die Zeit, darüber nachzudenken, was uns wichtig ist. Was ist uns wichtig? Die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches, die Sorge um einen lieben Menschen, die berufliche Zukunft, die Zeit für Familie und Freunde? Oder haben wir uns nach dem zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalles bewusst gemacht, welch großes Glück es für uns ist, in Freiheit und Sicherheit zu leben?
Vieles von dem, was 2009 für uns wichtig war, bleibt auch im vor uns liegenden Jahr wichtig. Der amerikanische Schriftsteller Hal Borland schreibt: „Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern das Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“

Als Sportler weiß ich, dass man sich auf einen Wettkampf sehr gut einstellen muss und einen langen Atem braucht, um erfolgreich zu sein. 2010 wird ein Wettkampf unter schwierigen Bedingungen. Doch die Gemeinde ist gut vorbereitet und wir können das neue Jahr voller Zuversicht und Optimismus angehen, um wiederum erfolgreich zu sein!

Stefan Klein stellt zum Jahreswechsel in ‚DIE ZEIT’ die Frage: Wie kommt das Gute in die Welt?

In seinen Ausführungen zum Verhalten der Menschen stellt er fest, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend ein Menschenbild durchsetzte, das uns Menschen als zutiefst eigennützige Wesen charakterisiere. Die Biologen setzten auf den maximalen Fortpflanzungserfolg, die Evolutionspsychologen auf das Erringen von Status und die Ökonomen verstünden menschliches Handeln mehrheitlich als Streben nach Vorteil, Bequemlichkeit und Wohlstand.

Wie einflussreich diese Vorstellung vom Wesen der Menschen sein kann, zeigt die jüngste Bankenkrise, Sparkassen und Volksbanken ausgenommen. Wesentliche Ursache des Debakels war die Überzeugung, dass allein „sein Egoismus“ den Menschen antreibe.

Selbst die Kleinanleger zockten und die Jagd nach Schnäppchen wurde zum Volkssport. Die Verluste führten machen Anleger in eine persönliche Krise.

Dem gegenüber steht nach Klein das selbstlose Handeln. Die meisten Menschen haben Gott sei Dank auch andere Motive - z. B. Mitgefühl oder die Sehnsucht nach Lob und Zuwendung, nach Gemeinschaft und die Bereitschaft zu teilen. Generell wird man festhalten können, dass Menschen umso bereitwilliger teilen, je mehr sie auf Personen außerhalb der Familie angewiesen sind - z. B. im Beruf, um mit Menschen Geschäfte zu machen oder weil der Erfolg des Einzelnen von der guten Kooperation mit der Gruppe abhängig ist.

Insofern sind die Unternehmen in ihrem eigenen Interesse gut beraten, statt in üppige Bonuszahlungen eher in ein gutes Betriebsklima zu investieren. Den Verantwortlichen in unserer Gesellschaft sei gesagt, nicht nur auf Selbstverantwortung zu setzen, sondern auch die Solidarität in der Gesellschaft zu stärken.

Im Ergebnis stellt Klein fest, dass selbstloses Handeln und Egoismus schon immer als unvereinbare Gegenpole galten, die sich allerdings gegenseitig bedingen und brauchen. Oft ist nicht klar, wo die eigenen Belange aufhören und fremde beginnen. Mitgefühl ist daher weder selbstlos noch eigennützig. Umgekehrt bedeutet dies, dass wir gelegentlich die Bedeutung des Individualismus überschätzen und gemeinsames soziales Handeln unterschätzen.

Das Gute kommt sicherlich dann zu uns, wenn wir in uns die Gedanken von Lothar Zenetti im neuen Jahr verinnerlichen:

Wohin sollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine, welcher ist wichtig?
So viele Parolen, welche ist richtig.
So viel Straßen - ein Weg ist wahr.
Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?
So viele Gedanken, welcher ist wichtig?
So viele Programme, welches ist richtig?
So viele Fragen! Was zählt ist die Liebe!

In diesem Sinne wünsche ich allen von Herzen gute Gesundheit, Lebensfreude, Glück und Erfolg im neuen Jahr 2010.

Jahresbericht 2008 / 2009

Liebe Mitbürgerinnen, lieber Mitbürger, liebe Gäste,

Vor einem Jahr waren die Reden zum neuen Jahr vom Konjunkturaufschwung geprägt. In allen Reden zum vor uns liegenden Jahr 2009 taucht mit großer Wahrscheinlichkeit das Wort „Krise“ gehäuft auf.
Die Hypothekenkrise in den USA hat sich zu einer weltweiten Finanzkrise und einer drohenden Rezession auch für Deutschland entwickelt. Mit der Krise sind vor allem auch Leitlinien unseres wirtschaftlichen Handelns ad absurdum geführt worden. Der Glaube an die allein selig machende Steuerungskraft des Marktes ist verloren gegangen. Mit dem zunehmenden „sharholder value Denken“ – sprich dem Blick nur auf Gewinnmaximierung - ist auf Dauer kein Staat zu machen.

Finanzkrisen sind übrigens so alt wie der Geldkreislauf. Es gab sie im antiken Rom wie in der Renaissance als im Florenz der Medicis reihenweise Banken Pleite gingen und zahlreiche Kaufleute ruiniert wurden. Dennoch haben Krisen ihr Gutes. Sie legen längst vorhandene Probleme frei, zwingen zum Wandel und wirken mitunter als Korrektiv. Wichtig scheint mir, dem Neuen offen, neugierig und veränderungsbereit zu begegnen. Besinnen wir uns wieder auf bewährte Tugenden wie Menschlichkeit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Das wünsche ich uns allen.

Gedanken zum Jahreswechsel
Der Beginn eines neuen Jahres ist wie der Blick auf ein weißes Papier. Wir wissen noch nicht, was einmal auf dem Bogen mit der Zahl 2009 geschrieben stehen wird – Hoffnungen, Wünsche indes gibt es viele, aber auch Befürchtungen und Vorbehalte. Bereits der weit gereiste Mark Twain stellte fest: „Prognosen sind schwierig - besonders wenn sie die Zukunft betreffen“.

Die Ansicht, dass mit den Erkenntnissen aus der Vergangenheit Vorhersagen für die Zukunft gewonnen werden können, ist sehr alt und weit verbreitet. Sie hat über Jahrtausende unter anderem den Berufsstand der Historiker beschäftigt. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen bleibt abzuwarten, welches Modell der Zukunftsprognose in der globalisierten Weltwirtschaft zum Tragen kommt. Die Zauberformel „zapp – zupp“ der bezaubernden Jeannie – sie war ein wohlgeformter Flaschengeist in einer amerikanischen Fernsehserie der 60iger Jahre - ist noch nicht gefunden.

Eines wird meines Erachtens unausweichlich kommen: Die wirtschaftliche Machtverschiebung Richtung Indien und China schafft den Zwang zu Zusammenarbeit. Zunehmend globalisierte Märkte können dazu führen, dass der Wohlstand sich in Zukunft gleichmäßiger über den Erdball verteilt, auch wenn die Maxime des „immer weiter - immer höher“ für den Westen dadurch einen Dämpfer erhält.

Eigentlich haben wir dieses Jahr überhaupt keine Zeit zu lamentieren oder missmutig zu sein. Dem Leitartikel der ‚Süddeutschen Zeitung’ zu Jahresbeginn habe ich entnommen, dass das neue Jahr keinen Platz für Resignation habe. Es sei nämlich schon voll gestopft mit Gedenktagen: 20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre Grundgesetz, 60 Jahre Bundesrepublik, 70 Jahre Beginn des 2. Weltkrieges, 90 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 160 Jahre Paulskirchenverfassung.

Ich stimme dem Verfasser des Artikels zu, wenn er folgert, dass in jedem Jubiläum des Jahres 2009 Mahnungen und Verpflichtungen stecken und die Wahl kämpfende Politik gut daran täte, sich der Gedenktage mit mehr als nur Floskeln zu erinnern.

Erzbischof Reinhard Marx erinnerte uns zum Jahreswechsel, dass wir gut daran täten, wenn wir uns auf vergangene Werte zurückbesinnen würden.

Dazu möchte ich die Verse von Antoine de Saint-Exupéry vortragen – mit der Überschrift:

„Die Kunst der kleinen Schritte“
Ich bitte nicht um Wunder, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung,
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.
Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.
Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche,
sondern das, was ich brauche.

In diesem Sinne wünsche ich allen von Herzen alles Gute, Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr 2009.

Jahresbericht 2007 / 2008

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Gäste,

Überschrift für 2008 könnte lauten: 2008 wird ein düsteres Jahr - aber auch ein Jahr voller Zuversicht!

Düster wird das neue Jahr deshalb, weil es uns 4 Finsternisse bringt: je 2 Mal verschwinden Sonne und Mond. Am 7. Februar um 14.31 Uhr (ringförmige Sonnenfinsternis), am 21. Februar um 4.26 Uhr (totale Mondfinsternis), am 1. August um 11.40 Uhr (Sonnenfinsternis) und 16. August um 23.10 Uhr (partielle Mondfinsternis).

Zu den hellen Momenten am Firmament gehört der 3. Februar: an diesem Tag kommt die Erde bis auf 147,1 Millionen Kilometer an die Sonne heran – das ist der sonnennächste Punkt in ihrer Jahresbahn.

Zudem beschert uns 2008 einen zusätzlichen Tag – es ist ein Schaltjahr. Der Grund für das Plus im Kalender am 29. Februar ist: Sonne, Mond und Sterne folgen nicht dem Zahlenwerk der Astronomen und Mathematiker. Die Gestirne folgen ihrem eigenen Lauf. Das kalendarische und astronomische Jahr weichen voneinander ab. Daraus erwächst eine Zeitdifferenz, die sich mit den Jahren anhäuft. Die päpstlichen Gelehrten von Papst Gregor XIII bestimmten 1582, dass nur solche Jahre ein Schaltjahr sein können, deren erste beide Ziffern durch vier teilbar sind.

2008 ist natürlich auch ein Jahr der Zuversicht! Zuversichtlich sind vor allem diejenigen, die einen gutenBeruf und gute Arbeit haben. Persönliche Zuversicht ist damit vom persönlichen Wohlergehen abhängig. Echte Zuversicht ist allerdings immer auch ein Grundbedürfnis des Menschen und zieht ihre Stärke aus dem Herzensgrund der Menschen. Ohne Zuversicht blieben die Standesämter so leer wie die Lotterieannahmestellen. Zuversicht ist somit auch eine Grundtugend, weil sie Trauernden und Zweifelnden sagt: Dein Leben kann gut ausgehen, wenn du dich aufmachst und deinen Weg gehst.

Zuversicht sollte darüber hinaus auch zur politischen Tugend werden. Denn die Gemeinde als Gemeinwesen lebt von der Zuversicht in dem Sinne, dass genügend Menschen die Dinge über die äußere Wirklichkeit hinaus sehen. Die Gemeinde profitiert vor allem auch von Menschen, die zuversichtlich sind und die JA sagen zu der Sehnsucht nach einer besseren Welt. Letztlich aber bleibt Zuversicht eine Grundhaltung, die Eltern, Lehrer und Freunde vorleben müssen.

Beherzigen wir den Spruch von Erich Kästner im neuen Jahr, der da lautet:

Man soll das Jahr nicht mit Programmen beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert, bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen, umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen, und schließlich hat man den Salat.
Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen! Lasst das Programm – und bessert euch drauflos!

In diesem Sinne wünsche ich allen von Herzen alles Gute, Glück und Gesundheit im Neuen Jahr 2008.

Jahresbericht 2006 / 2007

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2006 ist bereits Geschichte. Es war ein Jahr, in dem sich spürbar bessere Wirtschaftsdaten einstellten.

Es war auch ein Jahr mit einer Vielzahl fröhlicher Menschen, die von den Spielen und Feierlichkeiten der Fußballweltmeisterschaft begeistert waren.

Wie können wir das neue Jahr angehen? Theodor Fontane sagt zur Kunst des Lebens: „Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut“.

Was wünschen wir uns für 2007? Glück, Gesundheit, Wohlstand und Sicherheit! Manche Wünsche erfüllen sich von selbst, bei anderen müssen wir kräftig nachhelfen. Der Energieeinsatz lohnt sich immer – privat wie gesellschaftlich!

Auf privates Glück im Umfeld einer intakten Familie gibt es, wie wir es wissen, keine Garantie. Partner müssen sich Zeit nehmen füreinander und Eltern für ihre Kinder. Gerade Kinder brauchen mehr Hilfe denn je, brauchen klare Wertvorstellungen und Verständnis auf dem Weg ihrer Entwicklung. Nur wer hier investiert schafft ein soziales Netz, das Glück und Zufriedenheit ermöglicht.

Wie aber steht es um die Werte ‚Wohlstand’ und ‚Gesundheit’?

Wohlstand hängt stark davon ab, ob Einzelne oder ganze Familien auf der Basis eines gut bezahlten Jobs ihr Leben führen können. Ob der Weg zu immer mehr Jobs im Niedriglohnsektor dabei der richtige ist, darf bezweifelt werden. Schon heute sind die gut situierten Deutschen gesünder als die ärmeren, die sich nicht selten aus Sozialfrust in eine ungesunde Lebensweise flüchten. Deshalb geht es vor allem um den Zugang zu bester Bildung und Ausbildung. Damit werden die Chancen des Einzelnen, aber auch die unserer Gesellschaft im weltweiten Wettbewerb erheblich verbessert.

Wir wünschen uns für 2007 vor allem auch ‚Sicherheit’. Klaus Töpfer, Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sieht in den „auf perverse Art zur Schau gestellten Konsum- und Wohlstandsunterschieden zwischen Reichen und Armen dieser Welt den Ursprung von Konflikten, Hass und blinden Terror“. Eine Allianz gegen diesen Terror werde nur dann erfolgreich sein, wenn sie Armut, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Intoleranz bekämpfe. Dies sind hehre Worte – aber haben wir dazu eine Alternative?

Kommen wir vom globalen Maßstab wieder zurück zum persönlichen: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen für 2007 von Herzen alles Gute. Gehen wir die anstehenden Herausforderungen im neuen Jahr wieder mit Optimismus und Freude an. Der Optimismus ist gerechtfertigt, die Freude nie verkehrt.

Viel Glück!

Jahresbericht 2005 / 2006

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zu Beginn des neuen Jahres wollen wir Sie in unserem alljährlich erscheinenden Jahresrückblick über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres 2005 informieren und Ihnen gleichzeitig einen Ausblick auf wichtige Aufgaben und Maßnahmen im vor uns liegenden Jahr 2006 geben.

Zunächst einige Anmerkungen zum Umfeld unseres gemeindlichen Handelns:
Wir wissen es alle, unser Land unterliegt einem tief greifenden Wandel. Jeder von uns ist den täglichen Anforderungen des globalisierten Wettbewerbs ausgeliefert. Wir können uns nicht verweigern, wir müssen vielmehr versuchen, durch Leistung und vor allem durch Ideen und Innovation auf den Märkten die Nase vorne zu behalten.

Aufpassen müssen wir, dass sich aus unserer Wertegemeinschaft nicht eine Wertpapiergemeinschaft entwickelt. Notwendig ist ein weltweiter Codex für eine soziale Marktwirtschaft.

Der demografische Wandel bringt nicht nur Sozialprobleme sondern auch Verteilungsstress zwischen Erben und Nichterben, zwischen Einheimischen und Zuwanderern und auch zwischen Eltern und Kinderlosen.

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Zahlreiche Regionen haben einen Bevölkerungsrückgang in vielen Regionen zu verzeichnen. Nicht so in der Region Bodensee-Oberschwaben. Hier wird in den kommenden Jahren ein leichter Bevölkerungszuwachs prognostiziert.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist unverändert hoch. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. In Westdeutschland hat das Nettovermögen seit 10 Jahren beim reichsten Viertel der Bevölkerung um 28 % zugenommen, im ärmeren Viertel nahm es um fast 50 % ab. Im Durchschnitt kostet
1 Managergehalt soviel wie 4 Arbeitsplätze.

Die staatliche Neuverschuldung ist um mehr als 20 Milliarden € zu Lasten der jüngeren Generation gestiegen.

Wir haben zu lange über angestaute Fragen hinweg geschaut. Deshalb müssen wir gemeinsam versuchen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Es geht immer um den sozialen Frieden. Es geht um die Frage, wie wir mit Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Solidarität auf Dauer umgehen. Diese Grundwerte sind unverändert gültig - wir müssen sie auch in unserer Gemeinde praktizieren.

Neben all den genannten Schieflagen kommt hinzu, dass Bund und Land zunehmend in die Gemeindekassen greifen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Gemeinden dafür bestraft werden, dass sie solider gewirtschaftet und weniger Schulden gemacht haben als der Staat. Es wird höchste Zeit, dass endlich das festgeschriebene Konnexitätsprinzip umgesetzt wird, das da lautet: „Wer bestellt, der hat auch zu zahlen!“

Wenn z.B. Bundesministerin Ursula von der Leyen per Gesetz die Kindergartengebühren streichen will, hat der Bund den Gemeinden die entfallenen Gebühren in vollem Umfang zu ersetzen.

Zunehmend deformieren Bund und Land auch die kommunale Selbstverwaltung. Die Föderalismus-Kommission droht zu scheitern, so dass mit weiterem Bedeutungsverlust der Gemeinden zu rechnen ist. Das können sich die Gemeinden nicht gefallen lassen. Es ist sicherlich unbestritten - und müsste den verantwortlichen Politikern bekannt sein - dass auf der gemeindlichen Ebene immer noch die besten Ortskenntnisse vorhanden sind.

Als Vorbild sei Österreich genannt. Dort wurde vor einigen Jahren per Bundesgesetz festgeschrieben, dass derjenige, der ein Gesetz ins Leben ruft, die hierfür anfallenden Finanzmittel selbst zu tragen hat. Das Ergebnis ist, dass die Gesetzesflut erheblich reduziert werden konnte und die dortigen Gemeinden finanziell deutlich entlastet wurden.

Unsere Gemeinde gehört zum ländlichen Raum. Der ländliche Raum wiederum muss gestärkt werden! Die Streichung der Eigenheimzulage und der Pendlerpauschale aber auch die demografische Entwicklung tragen gewiss nicht dazu bei, den ländlichen Raum zu stärken. Derzeit erleben wir in bestimmten Regionen bereits eine ‚Landflucht’ mit der Folge, dass die Bevölkerungszahlen in strukturschwachen Gemeinden deutlich abnimmt. Diese Entwicklung ist für die betroffenen Gemeinden finanzpolitisch wie auch infrastrukturell fatal.

Eng damit verbunden ist die steuerliche Situation vieler Gemeinden. Zunehmend können Gemeinden ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen und leben von der Substanz. Eine „Zweiklassengesellschaft“ unter den Gemeinden ist die Folge: Gemeinden mit hohem Gewerbesteueraufkommen geht es gut, die anderen müssen am Hungertuch nagen – Frickingen gehört tendenziell leider zur letzteren Gruppe. Dringend erforderlich ist endlich die lang diskutierte Reform der bestehenden Gewerbesteuer und die Schaffung einer allen Gemeinden gerechter werdende „Kommunalsteuer“. Vorschläge hierzu liegen seit langem auf dem Tisch.

 
 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gekommen und ich wünsche Ihnen, dass die Erwartungen, die Sie mit 2017 verbinden, in Erfüllung gehen mögen.
Der Jahreswechsel ist immer ein gefühlter Einschnitt und damit für viele auch Anlass, Bilanz zu ziehen.
Dabei blicken wir leider zurück auf ein Jahr voller Gewalt und immer neuer Terroranschläge, die inzwischen auch Deutschland erreicht haben.
Wir blicken auf ein Jahr voller Krisen und anhaltender Kriege. Menschlich eine Tragödie, was die Zivilbevölkerung der betroffenen Regionen zu erdulden hat.
Ein Europa, das sich der Verantwortung gemeinsam stellt, wäre dabei dringend erforderlich – und insbesondere, dass es uns endlich gelingt, eine spürbare Verbesserung der Lebensverhältnisse und politischen Strukturen in den Herkunftsländern zu erreichen.
Doch Europa steckt in einer tiefen Krise. Großbritannien hat in diesem Sommer für den Brexit, den Austritt aus der Europäischen Union, votiert. Abschottungspolitik, nationale Interessen greifen in vielen Staaten Raum.
Es bleibt zu hoffen, dass die EU endlich wieder die Kraft und die Einigkeit findet, dieses große Friedens -und Wirtschaftsprojekt der Nachkriegszeit neu zu definieren. Mit welchen Veränderungen wir nach den Präsidentschaftswahlen in den USA zu rechnen haben oder wie sich die Situation in der Türkei weiterhin entwickelt, wird erst die Zukunft zeigen.
Und was ist mit Deutschland? Wirtschaftlich sind und bleiben wir nach den Prognosen mit einer hohen Beschäftigungsquote gut aufgestellt.
Dennoch bleiben Fragen zur Niedrigzinspolitik der EZB, Fragen nach der inneren und äußeren Sicherheit.
Dazu sind glaubwürdige Antworten der Verantwortlichen in der Politik notwendig.

2017 ist bei uns in Deutschland ein Wahljahr, d.h. ein Jahr mit Grundsatzdebatten und weitreichenden Entscheidungen.
Hoffen wir, dass dabei nicht das von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gewählte Wort des Jahres "postfaktisch" eine tragende Rolle spielen wird -
nämlich dass in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend Emotionen wichtiger scheinen als Fakten und ein Teil der Bevölkerung bereit ist,
auf den Anspruch auf Wahrheit zu verzichten.
Es sind derzeit ohne Frage schwierige Zeiten, die durchaus von einer gewissen Unsicherheit geprägt sind. Dennoch sollten wir zuversichtlich und optimistisch den Blick nach vorne richten.
Halten wir dabei fest an den Grundrechten unseres demokratischen Rechtsstaates.
Im vorliegenden Jahresbericht 2016 haben wir Ihnen noch einmal in Text und Bild wichtige Projekte, Ereignisse und Veranstaltungen in unserer Gemeinde zusammengefasst.
Vieles, was in unserer Gemeinde dabei auf den Weg gebracht worden ist, wird sich selbstverständlich auch in die Zukunft hinein auswirken.
Dies gilt vor allem für die Flüchtlingshilfe als eine unserer derzeit wichtigsten humanitären Aufgaben.

Im Februar letzten Jahres sind die ersten 35 Asylbewerber und Flüchtlinge bei uns in Altheim in ihre neue Umgebung und Unterkunft eingezogen.
Im gegenseitigen Respekt, im gemeinsamen Miteinander haben wir sie aufgenommen. Dank des außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatzes und aktiven Engagements unseres Helferkreises Asyl sowie der hervorragenden Arbeit der Verantwortlichen der Diakonie Überlingen ist es uns in kürzester Zeit gelungen, den Integrationsprozess erfolgreich voranzubringen.
Das Engagement im Helferkreis Asyl ist genauso herausragend wie unverzichtbar.
Die Unterbringung weiterer Hilfesuchender, der andauernde Prozess der Integration, wird uns noch einige Jahre begleiten. Es ist dabei wichtig, die Hilfesuchenden schnell mit den Grundwerten unserer Gesellschaft vertraut zu machen, dass sie unser Rechtssystem übernehmen.

Auf dem richtigen Weg sind wir in Frickingen auch in Sachen Klimaschutz. Die Zertifizierung zur laufenden Teilnahme am European Energie Award Prozess unserer Gemeinde ist
endgültig gegen Ende des Jahres 2017 vorgesehen.Denn wie dringend notwendig es ist, nicht nur über Klimawandel zu reden, sondern Maßnahmen umzusetzen, die einer globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen abmildern, bzw. sogar verhindern sollen, haben wir im vergangen Jahr nicht nur weltweit, sondern eben auch vor Ort erleben müssen.
Innerhalb von 4 Wochen tobten zwei unglaublich extreme Gewitterregen über unserer Gemeinde.Neben den materiellen und finanziellen Schäden bleibt dabei vor allem aber auch die beeindruckende Gemeinschaftsleistung in Erinnerung. Alle betroffenen Anwohner haben sich trotz schierer Verzweiflung vorbildlich der schwierigen Situation ruhig und besonnen gestellt.
Dies und insbesondere die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft verdient großen Respekt.Dank sage ich auch den Kameradinnen und Kameraden aller Einsatzkräfte sowie den Mitarbeitern unseres Bauhofes, die allesamt unglaublich engagiert und schlagkräftig gearbeitet haben. Herzlichen Dank allen, die so tatkräftig mit angepackt haben.
Die steile Hanglage, die topografischen Verhältnisse schränken die Möglichkeiten von baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ein. Im Rahmen der Förderzusage der Planungsleistungen wird derzeit aus den möglichen, bereits untersuchten Varianten eine Gesamtkonzeption zum wirksamen Hochwasserschutz mit den Fachbehörden aus dem
Landratsamt und dem Regierungspräsidium Tübingen abgestimmt. Vor der Umsetzung bedarf es einer Genehmigung unter Anhörung aller Träger öffentlicher Belange.
Unabhängig der wasserrechtlichen Genehmigung muss parallel ein Förderanspruch nachgewiesen werden - d.h. die Investitionen müssen in einem angemessenen Verhältnis zum entstandenen Schaden stehen.
Nicht nur die Investitionen in die Infrastruktureinrichtungen bereichern eine Gemeinde und bringen diese voran. Das „Sich-Wohlfühlen“zeigt sich vor allem im Interesse des Einzelnen an seiner Gemeinde.
Mit den Veranstaltungen „Frickinger Herbst“ haben wir dabei erneut ein kulturelles Ausrufezeichen gesetzt und unseren Erholungsort entsprechend positiv repräsentiert.
Dies gilt auch für die Konzertreihe der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, bei deren Herbstkonzert der Förderverein Salemertalkonzerte die erfolgreiche 20 jährige Zusammenarbeit feiern konnte.
Ich meine, wir können zuversichtlich die anstehenden Aufgaben angehen. Wir haben eine sehr gute Aus-
gangsbasis. Dafür bedanke ich mich vor allem beim Gemeinderat und den Mitgliedern des Ortschaftsrates, die die richtungsweisenden Beschlüsse fassen und auch die Leitlinien für eine erfolgreiche Bewältigung der anstehenden Herausforderungen mittragen. Für eine lebendige, lebenswerte und gut funktionierende Gemeinde brauchen wir jedoch Sie, unser ehrenamtliches Netzwerk, sei es in den Vereinen, Kirchengemeinden, unserer KjG, der Generation 60+, den Bildungseinrichtungen, in der Freiwilligen Feuerwehr, im DRK, in unseren Museumsgruppen, im Kultur- und Tourismusbereich oder in allen anderen bekannten Organisationen.
Dazu zählen auch alle Unternehmer in der Gemeinde, die unter Mitwirkung des Wirtschaftsrates die Infrastruktur schaffen und Arbeitsplätze bieten - mein Dank geht auch an die Landwirte, für die Pflege und den Erhalt unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft.
Nicht vergessen möchte ich aber auch die gewissenhafte und zuverlässige Arbeit von allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, im Bauhof, im Familientreff, den Kindergärten und in der Grundschule.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, Ihnen allen gebührt mein Respekt, mein Dank und meine Anerkennung für Ihr vielfältiges Engagement,
verbunden mit der Bitte, auch weiterhin an einer erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde so tatkräftig und aktiv mitzuarbeiten.

Sie alle sichern die hohe Lebensqualität in unserer Gemeinde.
Herzlichst
Ihr
Jürgen Stukle, Bürgermeister


GEMEINDE FRICKINGEN

Gemeindeverwaltung Frickingen
Kirchstraße 7
88699 Frickingen

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 07554/9830-12

 nffrckngnd

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